Finale Weltcup Kranj: Mina Markovic und Adam Ondra gewinnen die letzte Station des Weltcups 2009

Es war noch einmal spannend zum finalen Weltcup im slowenischen Kranj: Sowohl bei den Damen als auch bei den Herren war das Rennen um die Gesamtwertung vor dem finalen Cup noch nicht entschieden, so dass die Titelaspiranten noch einmal richtig gefordert waren.
Bei den Herren hieß die groß Frage: Patxi oder Adam - Erfahrung oder junges Blut? Nachdem der Tscheche Adam Ondra bei seinem Heimweltcup mit einem elften Platz gepatzt hatte und der spanische Weltmeister dadurch gefährlich nahe an den Jungspund heranrückte, war es schwer, im Vorfeld eine Prognose für Kranj abzugeben: Würde der Weltcup-Neuling Ondra gegenüber dem alten Hasen Usobiaga die Nerven behalten können?
 
 
Adam Ondra
Aber schon im Halbfinale deutete Ondra seine Ambitionen an: Als einziger der Herren durchstieg er die Halbfinalroute und setzte ein deutliches Zeichen in Richtung Gesamtsieg. Aber auch Hauptrivale Patxi Usobiaga zog wie Jakob Schubert (A), Sachi Anma (JAP), Mikhail Chernikov (RUS), Klemen Becan (SLO), Gauthier Supper (F) und Magnus Midtboe (NOR) in die Runde der letzten Acht ein.  Großes Pech für den DAV-Starter Thomas Tauporn (Schwäbisch-Gmünd): Nach zwei mittelmäßigen Qualifikationsrouten, die Tauporn gerade noch als 24. Ins Halbfinale gebracht hatten, legte der Schwabe gleich als dritter Starter im Halbfinale eine beachtliche Höhe vor. Am Ende fehlte ihm die „gehalten“-Wertung am letzten Griff, um erneut ins Finale einzuziehen. So blieb Platz 11 für Tauporn. Ebenfalls eine starke Leistung bot nach langer Wettkampfpause Felix Neumärker (SBB): Mit einem 16. Platz holte er mehr als ein Jahr nach seinem letzten Weltcup-Einsatz nicht nur sein mit Abstand bestes Weltcup-Ergebnis, sondern empfahl sich auch für die kommende Saison und weitere internationale Starts. Weniger Erfolg hatten leider die weiteren deutschen Starter: Stefan Danker (Landshut) landete auf dem 37. Platz, Mathias Conrad (Zweibrücken) auf dem 54., Robin Gray (Bad Tölz) wurde 59.
(Quelle Deutscher Alpenverein München)